Die Saturn V ist die mächtigste Rakete, die jemals gebaut wurde. Sie wurde von der NASA im Rahmen des Apollo-Programms entwickelt und brachte zwischen 1969 und 1972 insgesamt zwölf Astronauten auf den Mond.
Die Saturn V
Am 16. Juli 1969 hob vom Kennedy Space Center in Florida eine Maschine ab, die bis heute nicht an Ehrfurcht verloren hat: die Saturn V. Sie war 110 Meter hoch, wog beim Start fast 3.000 Tonnen – und sie war das Fahrzeug, das Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins zum Mond trug.
Die erste Stufe (S-IC) ist das pure Spektakel. Fünf F-1-Triebwerke erzeugen zusammen einen Schub von rund 34 Millionen Newton – das entspricht etwa 160 Millionen Pferdestärken, für gerade einmal 150 Sekunden. In dieser Zeit verbraucht die Rakete rund 13 Tonnen Treibstoff pro Sekunde.
Die zweite und dritte Stufe arbeiten mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff – eine sauberere und effizientere Kombination. Die dritte Stufe (S-IVB) zündete ein zweites Mal im Erdorbit und schoss die Apollo-Kapsel auf Mondkurs – ein Manöver namens Trans-Lunar Injection.
Zwischen 1967 und 1973 wurde die Saturn V dreizehn Mal gestartet. Kein einziger Flug scheiterte. Sie ist bis heute die stärkste Rakete, die jemals erfolgreich den Orbit erreicht hat.